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Sumatra/Indonesien

Daniel in Singapore

Wednesday, 25. October 2006

Sumatra/Indonesien

Geschrieben von Daniel Schmidt in Reisen
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Am Freitag abend flogen Fabienne, Max, Philipp und ich nach Medan auf Sumatra/Indonesien, um von dort mit einem Guide an den folgenden 4 Tagen die „Must-Sees“ Sumatras in einem Schnelldurchgang zu erkunden. Dass es „nur“ ein Schnelldurchgang war, war schliesslich auch das einzig Negative an dem langen Wochenende. Unsere Etappen auf Sumatra sahen wie folgt aus:

Freitag, 20.10. Ankunft in Medan

Samstag, 21.10. Besuch der Orang Utans in Bukit Lawang

Sonntag, 22.10. Vulkan Trekking in Sibayak

Montag, 23.10. Lake Toba

Medan

Abends gegen 10 pm kamen wir mit unserem leicht verspaeteten Flug in Medan an, wo uns unser Guide schon erwartete. Medan ist die 3. groesste und zugleich wahrscheinlich am wenigsten attraktive Stadt Indonesiens. Selbst der Lonely Planet Reisefuehrer beschreibt nur 2-3 Sehenswuerdigkeiten (darunter das Bank- und das Postgebaeude), bei denen er jedoch in ungewohnter Deutlichkeit raet, diese zu meiden, da sie nicht wirklich sehenswert sind. Da wir jedoch ohnehin nicht vorhatten, uns laenger dort aufzuhalten, empfanden wir das Ganze als halb so wild. Nachdem wir unser Guesthouse (Hotel waere in Anbetracht der katzengrossen Ratte die aus unserem Zimmer gerannt kam wohl zu viel gesagt) bezogen hatten gingen wir mit unserem Guide und dessen Chef noch auf ein Bier in die malerisch schoene Altstadt (Ironie!!!), bevor wir wenig spaeter muede in unsere Betten fielen. Am naechsten morgen ging es dann in einer 3-stuendigen Autofahrt (etwa 80 km ueber schlecht Strassen) weiter nach Bukit Lawang.

Bukit Lawang

In Bukit Lawang, einem Teil des Gunung-Leuser-Nationalparks, ist ein Orang-Utan-Rehabilitations-Center angesiedelt, in dem seit Jahren aus der Gefangenschaft befreite Urang Utans ausgewildert werden. Mit zwei dort gecharterten Guides machten wir uns zu einem 3-stuendigen Dschungel Trekking auf, um ein paar der Affen im Urwald zu entdecken. Zuvor wurde uns gesagt, man muesse wirklich Glueck haben, welche abseits der Fuetterstation anzutreffen. Und wir hatten Glueck. Nach etwa einer halbe Stunde lockte einer der Guides den ersten Orang Utan und einen Babyaffen mit ein paar Bananen an. Es war unglaublich und teilweise auch ein wenig beaengstigend, wie nah das doch recht grosse und kraeftige Fellvieh an uns heran kam. Nach einem laenger andauernden Fotoshooting machten sich die beiden Affen wieder davon und wir zogen weiter. In den folgenden zwei Stunden trafen wir noch zwei weitere Orang Utans, wovon einer widerrum seinen Nachwuchs dabei hatte. Ausserdem entdeckten wir noch 2 andere Affenarten, die im Vergleich zu den dem (ein oder anderen) Menschen sehr aehnelnden Orang Utan aber nicht ganz so beeindruckend waren. Im Anschluss an unsere Wanderung fuhren wir mit unserem Van weiter nach Sibayak, um dort am naechsten Tag einen Vulkan zu besteigen. Die Fahrt dauerte etwa fuenf Stunden und fuehrte erneut ueber teilweise ganz uebel ausgebaute Strassen. In sich waehrend unseres ganzen Trips fortsetzender Weise schafften wir es dennoch, alle den Grossteil der Fahrt zu verschlafen.

Sibayak

Wir kamen recht spaet am Abend in unserem schoenen und rattenfreien Guesthouse in Sibayak an, so dass wir uns gleich in unser Bett begaben, um fuer unsere Vulkanwanderung am naechsten Morgen fit zu sein. Nach einer erholsamen Nacht ging es dann morgens los in Richtung Startpunkt unserer Wanderung. Auf dem Weg dort hin sammelten wir einen anderen Guide auf, der uns den Weg auf den Vulkan und wieder herab weisen sollte. Auch wenn der Reisefuehrer es lediglich als empfehlenswert nannte, einen Guide zu „mieten“, war es aufgrund des nebligen Wetters meiner Meinung nach ein Muss. In einer anstrengenden Wanderung ging es vorbei an zischenden Schwefelquellen hinauf auf etwa 2000 m und nach einer kurzen Lunchpause wieder hinab. Obwohl die Aussicht aufgrund des Wetters nicht wirklich prickelnd war, war es ein Erlebnis. Am Fusse des Vulkans angekommen gaben wir unseren angestrengten Beinen die Gelegenheit, sich in heissem nach Schwefel riechendem/stinkendem Wasser (Hot Springs), bevor wir uns zurueck in unsere Unterkunft begaben. Nach einer kurzen Pause ging es dann weiter in den Ort, um eine Kleinigkeit zu essen. Wir fanden ein sehr schoenes „Restaurant“ im Hinterhof eines Travel Agents, in dem wir gutes Essen und Unterhaltung mit Gitarrenmusik durch die Einheimischen geboten bekamen. So blieben wir auch nach dem Essen noch ein wenig laenger, um das ein oder andere Bier zu trinken. Nach einer diesmal etwas kuerzeren Nacht fuhren wir am naechsten Morgen dann weiter zum Lake Toba.

Lake Toba

Auf dem Weg unserer 4-stuendigen Fahrt zum Lake Toba machten wir Zwischenstop an ein paar Aussichtspunkten mit Blick auf den See und einen recht grossen Wasserfall sowie in einem traditionell (nachgebauten) Dorf Batak Bevoelkerung, so dass die Fahrt wie im Schlafe verging. Am See angekommen setzten wir auf Samosir Island ueber. Die Insel in der Mitte des Sees ist so gross wie Singapore und entstand durch einen frueheren Vulkanausbruch. Wir bezogen unsere Unterkunft in einem traditionell gebauten Batak Haus. Anschliessend gingen wir im See schwimmen bevor wir in unserem Guesthouse den Rest des Abends verbrachten. Am naechsten Morgen fuhren wir dann zurueck nach Medan, von wo aus es abends ueber einen Umweg ueber Kulala Lumpur mit Flugzeug und Taxi zurueck nach Singapore ging. Um 3 Uhr nachts kamen wir dann schliesslich an. Schade dass ich um 7:30 Uhr schon wieder aufstehen musste...

Fazit

Das Wochenende war echt super und beeindruckend. Sowohl die Sehenswuerdigkeiten als auch die Art und Weise wir die Einheimischen in Indonesien in armen Verhaeltnissen leben aber dennoch gluecklich, freundlich und sehr kontaktfreudig sind. Auch die Preise fuer Essen und Getraenke waren sehr erfreulich.

Bilder lade ich nachtraeglich hoch, sobald ich dazu komme.
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